Finanzen Brexit: Ökonomen sehen Zeitdruck und Stolpersteine

20:20  20 märz  2017
20:20  20 märz  2017 Quelle:   Berliner Zeitung

Britisches Unterhaus berät über Brexit-Gesetz

  Britisches Unterhaus berät über Brexit-Gesetz Das britische Unterhaus berät heute erneut über das Brexit-Gesetz. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Abgeordneten die Änderungen des Oberhauses rückgängig machen und den Gesetzentwurf zurück zu den Lords schicken werden. Das Brexit-Gesetz soll Premierministerin Theresa May die Vollmacht geben, den Startschuss für die Austrittsverhandlungen mit der EU zu geben. Bis spätestens Ende März soll es soweit sein.Die Mitglieder des Oberhauses hatten Änderungen an dem knappen Gesetzentwurf vorgenommen.

BERLIN (dpa-AFX) - Deutsche Ökonomen sehen den Fahrplan für die anstehenden EU-Austrittsverhandlungen der Briten kritisch. "Innerhalb von zwei Jahren ein Abkommen über den Brexit und die künftigen Beziehungen zu erzielen

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Die Nationalflagge Großbritanniens weht vor dem Big Ben in London. Foto: Matt Dunham © 2017 Mediengruppe M. DuMont Schauberg GmbH & Co. KG Die Nationalflagge Großbritanniens weht vor dem Big Ben in London. Foto: Matt Dunham

Deutsche Ökonomen sehen den Fahrplan für die anstehenden EU-Austrittsverhandlungen der Briten kritisch.

„Innerhalb von zwei Jahren ein Abkommen über den Brexit und die künftigen Beziehungen zu erzielen, wird wegen der Komplexität der Verhandlungen schwierig”, sagte der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, der Deutschen Presse-Agentur.

Ähnlich äußerte sich der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther: „Die zeitlichen Herausforderungen für die Brexit-Verhandlungen sind extrem groß.” Die EU und die Briten müssten sowohl die zahlreichen Austrittsdetails als auch ein neues Abkommen über die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen verhandeln.

Britisches Unterhaus berät über Brexit-Gesetz

  Britisches Unterhaus berät über Brexit-Gesetz Das britische Unterhaus berät heute erneut über das Brexit-Gesetz. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Abgeordneten die Änderungen des Oberhauses rückgängig machen und den Gesetzentwurf zurück zu den Lords schicken werden. Das Brexit-Gesetz soll Premierministerin Theresa May die Vollmacht geben, den Startschuss für die Austrittsverhandlungen mit der EU zu geben. Bis spätestens Ende März soll es soweit sein.Die Mitglieder des Oberhauses hatten Änderungen an dem knappen Gesetzentwurf vorgenommen.

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Nach Einschätzung von Fuest müssen es die EU und die Briten schaffen, „den Austritt kooperativ zu organisieren”. Anzustreben seien Freihandelsabkommen für Güter und Dienstleistungen und außerdem eine enge Kooperation in den Bereichen Forschung und Sicherheitspolitik.

Hüther bezeichnete den 29. März, den Tag des offiziellen britischen Austrittsantrags, als „traurigen Tag für ganz Europa”. Die europäische Integration mache erstmals einen großen Rückschritt. Allerdings werde der „Brexit” den Briten mehr schaden als der Europäischen Union.

Auf dem Weg zum endgültigen „Brexit” sieht Hüther noch „vielfältige Stolpersteine”, beispielsweise die Frage, ob und wie viel die Briten für ihren Austritt bezahlen müssen. „Man kann nur hoffen, dass sich beide Seiten dabei konstruktiv verhalten, um ein völliges Scheitern der Verhandlungen zu verhindern.” (dpa)

Artikel über Ministerinnen-Beine löst Shitstorm aus .
«Vergesst den Brexit, wer gewann den Legs-it?» Eine britische Zeitung setzte sich mit einem sexistischen Kommentar in die Nesseln. Auf ihrer Titelseite thematisierte die britische Boulevard-Zeitung «Daily Mail» das Treffen der britischen Premierministerin Theresa May und der schottischen Ministerin Nicola Sturgeon. Dass es dabei um das Brexit-Referendum Schottlands ging, schien das Blatt wenig zu interessieren. Vielmehr stand die Frage im Vordergrund: Welche der Politikerinnen hat die schöneren Beine? «Vergesst den Brexit, wer gewann den Legs-it?», lautete die anstössige Schlagzeile.

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