Finanzen Brexit: Ökonomen sehen Zeitdruck und Stolpersteine

20:20  20 märz  2017
20:20  20 märz  2017 Quelle:   Berliner Zeitung

Tusk mahnt Großbritannien zu konstruktiven Brexit-Verhandlungen

  Tusk mahnt Großbritannien zu konstruktiven Brexit-Verhandlungen EU-Ratspräsident Donald Tusk hat die britische Regierung zu konstruktiven Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union aufgefordert. © REUTERS/Francois Lenoir Das Szenario, am Ende keine Vereinbarung zu haben, sein für alle schlecht - vor allem für Großbritannien, sagte Tusk am Mittwoch vor dem EU-Parlament in Straßburg. Er werde alles in seiner Macht stehende tun, damit die EU und das Königreich auch in Zukunft enge Freunde seien.

BERLIN (dpa-AFX) - Deutsche Ökonomen sehen den Fahrplan für die anstehenden EU-Austrittsverhandlungen der Briten kritisch. "Innerhalb von zwei Jahren ein Abkommen über den Brexit und die künftigen Beziehungen zu erzielen

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Die Nationalflagge Großbritanniens weht vor dem Big Ben in London. Foto: Matt Dunham © 2017 Mediengruppe M. DuMont Schauberg GmbH & Co. KG Die Nationalflagge Großbritanniens weht vor dem Big Ben in London. Foto: Matt Dunham

Deutsche Ökonomen sehen den Fahrplan für die anstehenden EU-Austrittsverhandlungen der Briten kritisch.

„Innerhalb von zwei Jahren ein Abkommen über den Brexit und die künftigen Beziehungen zu erzielen, wird wegen der Komplexität der Verhandlungen schwierig”, sagte der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, der Deutschen Presse-Agentur.

Ähnlich äußerte sich der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther: „Die zeitlichen Herausforderungen für die Brexit-Verhandlungen sind extrem groß.” Die EU und die Briten müssten sowohl die zahlreichen Austrittsdetails als auch ein neues Abkommen über die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen verhandeln.

DIHK-Präsident: Brexit wird «gravierende» Folgen haben

  DIHK-Präsident: Brexit wird «gravierende» Folgen haben Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, hat vor «gravierenden» Folgen des Brexit für deutsche Unternehmen gewarnt. «Großbritannien ist unser drittwichtigster Exportpartner. Allein im vierten Quartal sind die Exporte um neun Prozent zurückgegangen», sagte Schweitzer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.Dennoch sprach sich der DIHK-Chef für harte Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien aus. Die EU-Mitgliedschaft beruhe auf der Dienstleistung-, Waren- und Kapitalverkehrsfreiheit sowie der Arbeitnehmer-Freizügigkeit.

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Nach Einschätzung von Fuest müssen es die EU und die Briten schaffen, „den Austritt kooperativ zu organisieren”. Anzustreben seien Freihandelsabkommen für Güter und Dienstleistungen und außerdem eine enge Kooperation in den Bereichen Forschung und Sicherheitspolitik.

Hüther bezeichnete den 29. März, den Tag des offiziellen britischen Austrittsantrags, als „traurigen Tag für ganz Europa”. Die europäische Integration mache erstmals einen großen Rückschritt. Allerdings werde der „Brexit” den Briten mehr schaden als der Europäischen Union.

Auf dem Weg zum endgültigen „Brexit” sieht Hüther noch „vielfältige Stolpersteine”, beispielsweise die Frage, ob und wie viel die Briten für ihren Austritt bezahlen müssen. „Man kann nur hoffen, dass sich beide Seiten dabei konstruktiv verhalten, um ein völliges Scheitern der Verhandlungen zu verhindern.” (dpa)

Großbritannien will EU-Regeln in heimisches Recht überführen .
Großbritannien will nach dem Einreichen der Scheidungspapiere bei der EU rasch Klarheit für die Unternehmen und Verbraucher des Landes schaffen. © REUTERS/Peter Nicholls - RTX339S5 Dazu sollte am Donnerstag ein Plan vorgelegt werden, wie die EU-Regeln in nationales Recht übernommen werden können. "Im Zentrum des Brexit-Votums stand die Souveränität", sagte Brexit-Minister David Davies. "Ein starkes, unabhängiges Land muss Kontrolle über seine eigenen Gesetze haben." Zugleich werde aber ein Rahmen geschaffen, damit Planungssicherheit für die Wirtschaft bestehe.

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