Kultur & Showbiz Impotenz, Eis und Koks im Hotel

15:30  20 märz  2017
15:30  20 märz  2017 Quelle:   Die Presse

Im Hotel: Mayweather führt Tiger Gassi

  Im Hotel: Mayweather führt Tiger Gassi Floyd Mayweather hat einmal mehr für Wirbel gesorgt. Der 40-Jährige führte in einem Hotel in Moskau einen Tiger an der Leine herum. Das Video des Vorfalls wurde auf Instagram von einem der Leibwächter Mayweathers veröffentlicht. Dabei sieht man, wie der US-Amerikaner Schwierigkeiten hat, das fast ausgewachsene Tier zu kontrollieren und um ihn herum andere Hotelgäste Bilder machen.Mehr: Warum MMA Boxen den Rang abläuft | Brähmer über Zeuge: "Keine Zweifel offen lassen" | Titelkampf: James DeGale vorerst rausDie Aktion dürfte Mayweather einmal mehr Ärger einbringen.

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Immer mehr Verbraucher buchen ihr Hotelzimmer über das Internet.

Ein Hotel kann vieles sein. Ein Liebesnest, ein Platz für eine selbst gehäkelte Utopie oder simpel eine zeitlich begrenzte Zufluchtsstätte, in der man verzweifelt Lichtschalter und Eierkocher sucht. Und natürlich auch ein Ort des Rock'n'Roll-Lebens, an dem Lust und Frust ausagiert werden. Legendär sind die zerstörten Suiten von The Who, Leonard Cohens zerwühlte Bettdecken. Und allerlei Badewannen, in denen der Tod lauerte. Guter Stoff für Lieder. Von Elvis Presleys „Heartbreak Hotel“ über Cohens „Chelsea Hotel“ bis hin zum „Hotel California“ der Eagles – die Popmusik hat das Hotel, diesen seltsamen Ort des Übergangs, oft und oft besungen. Procol Harum haben bereits in den Siebzierjahren mit „Grand Hotel“ ein nostalgisches Konzeptalbum zum Thema vorgelegt. Moby tat es 2005.

Airbnb sammelt eine Milliarde Dollar bei Investoren ein

  Airbnb sammelt eine Milliarde Dollar bei Investoren ein Der Wohnungsvermittler Airbnb hat sich eine weitere dicke Finanzspritze besorgt. Insgesamt sammelte das Start-up aus San Francisco eine Milliarde Dollar (rund 900 Mio Euro) bei Investoren ein. Das geht aus Unterlagen hervor, die bei der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlicht wurden.Das 2008 gegründete und lange Zeit verlustreiche Unternehmen sei seit dem zweiten Quartal 2016 profitabel und werde inzwischen insgesamt mit 31 Milliarden Dollar bewertet, berichteten unter anderem der US-Sender CNBC und der unter Berufung auf einen Insider.

Öffnungszeiten täglich von 12-21 Uhr. Gutstrasse 2 CH-8055 Zürich 044 461 44 15 info@filmriss.ch. Menschen im Hotel (Blu-ray).

" das Ei " [plural:,~er] [typ: isim] [Aussprache: ay] [anhören: ] [Grammatik ]. Übersetzung. das Ei = yumurta.

So gesehen ist „Hotel 29“ nicht so originell. In seiner exquisiten Ausführung ist es diese bei dem Klassiklabel Deutsche Grammophon erscheinende Reverenz an das Chateau Marmont aber doch. Mit Pianist Chilly Gonzales und Sänger Jarvis Cocker haben sich zwei Intellektuelle getroffen, die sich liebevoll der aufgestauten Mythen dieses schicken Sündenpfuhls annahmen, in dem einst Led Zeppelin mit den Motorrädern in die Lobby fuhren und Blues-Brother John Belushi sich in den Himmel kokste.

  Impotenz, Eis und Koks im Hotel © Ein Paar, wie in Hollywood ersonnen: Pianist Chilly Gonzales (links), geboren 1972 in Montreal, bega...

Jean Harlows Flitterwochen

Solch derbe Dekadenz interessierte Textdichter Jarvis Cocker aber weniger. Er träumte sich lieber in die Frühzeit des Etablissements zurück, in dem Hollywood-Schauspieler und Drehbuchschreiber die Szene beherrschten. Seine Perspektive aufs Chateau Marmont erläutert er flüsternd im ersten Stück: „A comfortable venue for a nervous breakdown, a front row seat for psychic shakedown.“ Zur dezent anschwellenden Pianomelodie sinniert er dann über das Zimmer 29, in dem einst Sexidol Jean Harlow ihre gescheiterten Flitterwochen verbrachte. „Is there anything sadder than a hotel room that hasn't been fucked in?“, fragt er. Später, in „Bombshell“, wird diese Tragödie sexueller Impotenz aus Sicht des unglücklichen Bräutigams, der sich zwei Monate später erschossen hat, zu verzweifelten Geigen und molllastigen Pianotupfern erzählt.

Golovkin-Triumph im Duell der K.o.-Maschinen

  Golovkin-Triumph im Duell der K.o.-Maschinen Gennady Golovkin hat sich im New Yorker Madison Square Garden einstimmig nach Punkten (115:112, 115:112, 114:113) gegen Daniel Jacobs durchgesetzt. Der ungeschlagene Kasache bleibt damit WBA-, WBC-, IBF- und IBO-Titelträger im Mittelgewicht. Allerdings ging Golovkins beeindruckende Serie von 23-Knockout-Siegen in Folge zu Ende (37-0, 33 Knockouts). Der US-Amerikaner Jacobs bescherte seinem 34-jährigen Kontrahenten einen der härtesten Fights seiner bisherigen Laufbahn.

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Dieses Zimmer 29 hat Cocker vor vielen Jahren selbst einmal bewohnt. Am Ende einer Tour mit seiner Band Pulp wurde er upgegradet und staunte über den Flügel in der Suite. Er begann, darüber zu fantasieren, was dieses einst von Mark Twains Tochter Clara aufgestellte Instrument wohl alles gesehen haben könnte. In „Clara“ spekuliert er über ihr patschertes Leben. In einem anderen Lied muss der Flügel gar als Unterlage für Kokain herhalten. „I read an actress used to party in this place and do drugs off the piano. If I lick, will it still taste?“

Erst plante Cocker, der seit einigen Jahren auf BBC eine eigene Radiosendung hat, „Room 29“ als Hörspiel, dann als Film. Am Ende wurde es doch ein Konzeptalbum. Ein recht kammermusikalisches. Einmal hört man sogar das Kratzen einer Feder auf Papier. Wenn Cocker seine Stimme erhebt, mäandert sie meist zerstreut um die anmutigen Melodielinien. In „Salomé“ freilich singt er ambitioniert wie der alte Burt Bacharach. Dessen persönliche Tragödie macht ja vielen Aficionados die größte Freude: Als Komponist erreicht er höchste Perfektion, als Sänger scheitert er regelmäßig. Und doch wirkt sein tapsiger Gesang viel ergreifender als all die polierten Versionen derer, die seine Songs berühmt gemacht haben . . .

Der kluge Cocker kennt diese Paradoxie, reizt seine stimmlichen Unzulänglichkeiten effektvoll aus. Nur einmal versteckt er sich ein wenig in einer Wall of Sound. Der dunkle Walzer „Trick of the Light“, aufgepeppt durch das Macedonian Symphonic Orchestra, ist Kulminationspunkt des Albums. Beseelt lobt Cocker darin die Licht- und Schattenspiele der frühen Filmindustrie: „I lost my wife but – that's Hollywood, a magic window, a most marvellous confection.“ Im träumerischen Epilog gibt es dann nichts als süße Versprechungen: „A sexual intercourse, that's what it's all about, of course. After I'll buy you dinner, we'll order ice cream as main course.“ So ist das Leben im Traumhotel.

Einstiges Wahrzeichen der Stadt - "Bonn-Center" ist gesprengt .
In Bonn ist eines der bekanntesten Gebäude der Stadt gesprengt worden: Mit 250 Kilogramm Dynamit wurde das "Bonn-Center" in Schutt und Asche gelegt. Das Bauwerk mit einem sich drehenden Mercedes-Stern auf dem Dach war eines der höchsten Gebäude im ehemaligen Regierungsviertel. Am Sonntag wurde es nun dem Erdboden gleich gemacht. An seiner Stelle soll ein Bürokomplex entstehen, der nach dem Bebauungsplan sogar 100 Meter hoch werden darf. Das Bauwerk mit einem sich drehenden Mercedes-Stern auf dem Dach war eines der höchsten Gebäude im ehemaligen Regierungsviertel. Am Sonntag wurde es nun dem Erdboden gleich gemacht.

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