Kultur & Showbiz ARD-Sechsteiler „Charité“ : Operation gelungen

20:55  20 märz  2017
20:55  20 märz  2017 Quelle:   Berliner Zeitung

TV-Tipps am Dienstag

  TV-Tipps am Dienstag Um menschliche Schicksale und medizinische Pionierleistungen dreht sich die History-Serie "Charité" (Das Erste). Ein alleinerziehender Vater gerät in "Bodycheck" (Sat.1) aufs Glatteis. Außerdem startet "Rosins Restaurants" (kabel eins) mit neuen Folgen.20:15 Uhr, Das Erste: Charité, Historyserie

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Regisseur Sönke Wortmann erzählt in „Charité“ ein Kapitel Medizingeschichte.

Charite Serie: Die Darsteller des ARD-Sechsteilers Charité © ARD/Nik Konietzny/Montage dinjank Die Darsteller des ARD-Sechsteilers Charité

Eine Glocke läutet jede Folge der ARD-Serie „Charité“ ein und mit einer Glocke wurden auch schon vor 130 Jahren die Mediziner in die Berliner Universitätsklinik gerufen. Allein dieses Detail zeigt, wie eng hier Fiktion und Historie miteinander verbunden, ja in Einklang gebracht werden sollen. Der Schauplatz dieser Krankenhausserie ist eben keine erfundene Sachsenklinik. Die begleitende Dokumentation  nennt die Charité „das einflussreichste deutsche Krankenhaus“ und „Weltzentrum der Medizin“.

Psychologin: Herne-Morde waren Tat eines Narzissten

  Psychologin: Herne-Morde waren Tat eines Narzissten Der Doppelmord von Herne trägt nach Einschätzung einer Psychologin die Züge eines ausgeprägten Narzissmus. Das zeige der Umstand, dass der mutmaßliche Täter sich mit der Leiche des neunjährigen Jaden fotografiert und die Bilder verschickt habe, sagte Isabella Heuser von der Berliner Charité der Deutschen Presse-Agentur.«Jemand, der bis dahin auf der Verliererseite gestanden hat, tut jetzt etwas ganz Außergewöhnliches, bei dem er sicher davon ausgehen kann, dass alle Menschen, die das sehen, davon sehr beeindruckt sind», erläuterte die Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Sie haben die maximale Seitenabruf-Frequenz ueberschritten. Warum das Medienmagazin der ARD mal wieder alt aussah.

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Eigentlich sollte „Charité“ eine  mit Spielelementen angereicherte  Dokumentation zum 300. Jahrestag der Gründung 2010 werden. Doch die Autorinnen Dorothee Schön und Sabine Thor-Wiedemann stießen bei ihren Recherchen auf so viele  dramatische Wendungen und Konflikte, dass das Projekt immer größere Dimensionen annahm.

Rudolf Ludwig Carl Virchow in seinem Arbeitszimmer, 1901. © ARCHIV Rudolf Ludwig Carl Virchow in seinem Arbeitszimmer, 1901.

Die Handlung führt zurück  ins Jahr 1888. In jenem Jahr war die Charité in die hohe Politik verwickelt, ihre Koryphäen zerstritten sich darüber, wie der gerade erst gekürte Kaiser behandelt werden müsse. Rudolf Virchow, der Gründer der modernen Charité (Ernst Stötzner) findet bei dem Monarchen keine Krebszellen – doch Friedrich III. stirbt nach nur 99 Tagen im Amt an Kehlkopfkrebs. Virchows Gegenspieler ist der Chirurg Ernst von Bergmann (Matthias Brenner), der den Kaiser nach seiner Diagnose lieber operiert hätte. Neben ihnen drängen drei Mediziner nach vorn, die später sämtlich den Nobelpreis erhalten sollten. Robert Koch (Justus von Dohnanyi) sucht verbissen nach einem Mittel gegen die von ihm entdeckten Tuberkeln. An seinem Institut wollen die beiden ehrgeizigen jüngeren Ärzte Emil Behring (Matthias Koeberlin) und Paul Ehrlich (Christoph Bach) ihre Forschungen voranbringen.

Schildkröte nach Entfernen von fast tausend Münzen auf dem Weg der Besserung

  Schildkröte nach Entfernen von fast tausend Münzen auf dem Weg der Besserung Nachdem ihr fast tausend Münzen herausoperiert wurden, ist die in Thailand lebende Meeresschildkröte Omsin wieder auf dem Weg der Genesung. Am Montag schwamm das 25-jährige Meeresreptil schon einige Runden in einem kleinen Becken des Meeresforschungszentrums der Chulalongkorn-Tierklinik in Bangkok. Die Tierärztin Nantarika Chansue äußerte sich sehr zufrieden mit den Fortschritten der Patientin. Vor der OP habe Omsin ihre gesamte linke Seite nicht benutzt, weil ihr das anscheinend Schmerzen bereitet habe, sagte sie. "Schauen Sie sie sich jetzt an, sie setzt alle Gliedmaßen sehr wirksam ein.

Operation Entebbe – Geschichte einer verwegenen Geiselbefreiung.

Hart aber fair, Quelle: ARD . Deutschland , Deine Flüchtlinge, Quelle: ARD . Erlebnis Erde, Quelle: ARD . Wildes Südafrika (1): Kap der Extreme - Hörfassung - Standbild. XL-Vorschau auf " Charité " - Standbild. Ein Geschenk der Götter - Standbild.

Männer mit Bärten

Ausgetragen werden diese Konflikte zwischen Männern, die allesamt gewaltige Bärte trugen und so optisch wenig Kontrast bieten. Frauen kommen, entsprechend ihrer damaligen Rolle, zunächst nur als Kranke und Krankenschwestern vor. Schwindsüchtige und schwangere Mädchen stehen Schlange an der Aufnahme. Die herrische Oberin (Ramona Kunze-Libnow) sieht die Aufgabe der Schwestern als Pflege und Sterbebegleitung – Charité heiße nun mal Barmherzigkeit. Tatsächlich wurden hier zunächst die Armen gepflegt, Begüterte ließen den Arzt zu sich nach Hause kommen. In der ersten Folge wird das soziale Elend der wachsenden Millionstadt weidlich ausgemalt und die Leute reden dabei ein so ausgeprägtes Berlinerisch, als wären sie allesamt den Zeichnungen von Heinrich Zille entstiegen.

Revolutionäre Not-OP

Inmitten der Kranken findet sich die eigentliche Heldin: Die Waise Ida Lenze (Alicia von Rittberg) kommt mit einer akuten Blinddarmentzündung in die Klinik und wird von Emil Behring gerettet – diese Notoperation war damals noch revolutionär. Überhaupt wird dem Zuschauer beim Zuschauen immer wieder deutlich, dass viele Selbstverständlichkeiten der heutigen Medizin, etwa die Hygiene, damals noch neu und fortschrittlich waren. „Ick finde Hygiene janz famos!“ ruft sogar die jungen Tingeltangel-Sängerin Hedwig Freiberg (Emilia Schüle), um den verehrten Robert Koch zu beglücken. Dass der populäre Professor sich für eine junge Sängerin scheiden ließ und sie heiratete, hätte sich wohl kein Drehbuchautor ausgedacht – war aber ein realer Skandal im Berlin.

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  Rebellensprecher - Neue Offensive in Nordosten von Damaskus gestartet Die Rebellen in Syrien haben nach eigenen Angaben eine neue Offensive im Nordosten der Hauptstadt Damaskus gestartet. © REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPEN... Dabei hätten sie einige Gebiete zurückerobert, die am Wochenende an die Armee verloren gegangen seien. Derzeit werde eine wichtige Kreuzung gestürmt, von der aus eine Straße in das Stadtzentrum abzweige, sagte ein Rebellensprecher am Dienstag. Staatliche Medien berichteten von heftigen Gefechten.

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Frauen mit Problemen

Neben der verbürgten Hedwig Freiberg bekommt die fiktive Ida Lenze im Laufe der Zeit immer mehr Eigenleben. Sie muss als Krankenschwester ihre Schulden abarbeiten und entdeckt ihr Interesse an der Medizin. Hier verbindet die Serie zwei erprobte Muster: Eine junge, hübsche Frau erobert eine Männerdomäne – und steht dabei zwischen zwei Verehrern. Sowohl der Medizinstudent Georg (Maximilian Meyer-Bretschneider) als auch Emil Behring interessieren sich für Ida. Doch diese Standard-Kombination funktioniert: Alicia von Rittberg führt den Zuschauer als Ida souverän durch die sechs turbulenten Folgen.

Berliner Medizin-Hörsaal um 1909/10. Der Vorlesung folgen zumeist Männer. Frauen wurden in Deutschland erst 1908 zum Medizinstudium zugelassen. © Institut für Geschichte der Medizin/ Charité Berliner Medizin-Hörsaal um 1909/10. Der Vorlesung folgen zumeist Männer. Frauen wurden in Deutschland erst 1908 zum Medizinstudium zugelassen.

Die Inszenierung von Sönke Wortmann wirkt nicht historisch steif, sondern sehr lebendig. Die Kulisse wurde in Prag gefunden, dass mit ein paar geschickten Schwenks über die heutige Mitte zum Berlin anno 1888 gemorpht wird. Internationale Vorbilder, etwa Steven Soderberghs Krankenhausserie „The Knick“, die einem New Yorker Hospital um 1900 spielte und bei ZDFneo zu sehen war, zeigten die Mediziner-Alltag jener Jahre zwar noch weitaus drastischer und blutiger. Gegenüber den üblichen deutschen Ärzteserien wirkt „Charité“ aber deutlich herausfordernder und anregender auf Geist und Seele.

Kloster? Nein, Charité! Diakonissenoberin Martha (Ramona Kunze-Libnow) beim morgendlichen Apell mit den Schwestern und Wärterinnen. © ard/Nik Konietzny Kloster? Nein, Charité! Diakonissenoberin Martha (Ramona Kunze-Libnow) beim morgendlichen Apell mit den Schwestern und Wärterinnen.

Während die ARD Dienstag Abend mit einer Doppelfolge und der anschließenden Doku einen „Charité“-Themenabend veranstaltet, werden die nächsten vier Folgen dann mit der sächsischen Krankenhaus-Soap „In aller Freundschaft“ kombiniert. Den Einschaltquoten dürfte dieses Kontrastmittel sehr zuträglich sein.

Zverev nach nur einer Stunde weiter .
Alexander Zverev ist als dritter deutscher Tennisspieler beim ATP-Masters in Miami in die dritte Runde eingezogen. Der 19 Jahre alte Hamburger ließ in seinem Auftaktmatch Lu Yen-Hsun aus Taiwan beim 6:0, 6:3 keine Chance und folgte seinen Davis-Cup-Kollegen Philipp Kohlschreiber (Nr. 26) und Jan-Lennard Struff in die Runde der besten 32. Jetzt wartet ein starker Aufschläger Dort spielt der an Position 16 gesetzte Zverev gegen John Isner (USA/Nr. 18) um den Einzug ins Achtelfinale des mit knapp acht Millionen Dollar dotierten Turniers in Key Biscayne. Kohlschreiber bekommt es zuvor mit dem 14-maligen Grand-Slam-Champion Rafael Nadal (Spanien/Nr. 5) zu tun, Struff trifft auf Federico Delbonis (Argentinien). Zverev hatte keine Probleme mit dem 14 Jahre älteren Lu, der sich bereits zu Beginn des ersten Satzes am Rücken behandeln ließ. Nach nur 60 Minuten verwandelte der deutsche Spitzenspieler seinen zweiten Matchball. Das bislang einzige Duell mit dem 2,08 m großen Isner hatte Zverev beim Masters in Shanghai im vergangenen Herbst in zwei Sätzen gewonnen. Federer nach Startproblemen souverän Roger Federer (Schweiz/Nr. 4) musste in seinem Auftaktmatch zumindest im ersten Satz gegen den 19 Jahre alten Qualifikanten Frances Tiafoe (USA) kämpfen. Letztlich gewann der Grand-Slam-Rekordchampion jedoch sicher 7:6 (7:2), 6:3 und könnte nun auf den früheren US-Open-Sieger Juan Martin del Potro (Argentinien) treffen. Federer peilt das sogenannte "Sunshine Double" an - die aufeinanderfolgenden Titel in Indian Wells und Miami. Dieses Kunststück war dem 35-Jährigen bereits 2005 und 2006 gelungen.

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