Kultur & Showbiz "Auge um Auge"-Nachlese : Der "Tatort" wird zur Kapitalismuskritik

04:20  13 november  2017
04:20  13 november  2017 Quelle:   RP ONLINE

"Dogs of Berlin": Netflix meldet Produktionsstart der zweiten deutschen Originalserie

  In Berlin haben die Dreharbeiten zu Netflix‘ „Dogs of Berlin“ begonnen. Die zweite deutsche Originalserie des Streaming-Dienstes wird ab 2018 zu sehen sein. In Berlin ist die erste Klappe zur zweiten deutschen Originalserie des Streaming-Dienstes Netflix gefallen. „Dogs of Berlin“ kreist um Neonazis, Fußballfans und Polizisten, die in der Hauptstadt für Chaos und Ordnung sorgen.Im Zentrum der zehn Folgen der ersten Staffel von „Dog of Berlin“ stehen die Polizisten Erol Birkan und Kurt Grimmer, die im Fall eines ermordeten deutsch-türkischen Fußball-Nationalspielers ermitteln.

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Szenenbilder aus dem © MDR/Wiedemann & Berg/Gordon Muehle Szenenbilder aus dem "Tatort: Auge um Auge"

Das Dresdner "Tatort"-Team muss den Mord an dem Chef einer Versicherung aufklären. Die Nachlese der Folge "Tatort: Auge um Auge".

Worum ging es? Der Chef der "Alva"-Versicherung wird mit drei Schüssen aus einem Präzisionsgewehr in seinem Büro getötet. Es gibt viele Verdächtige, denn die Versicherung hat wirtschaftliche Probleme und muss Mitarbeiter abbauen und ihre Ausschüttungen an Versicherungsnehmer begrenzen.

Worum ging es eigentlich? Größtmögliche Kapitalismuskritik. "Die Leute stehen an der falschen Stelle, vor Flüchtlingsheimen. Bei Versicherungen, Banken und Konzernen, wo die Wut hingehört, steht keiner", sagt eine ehemalige Mitarbeiterin der Versicherung. Heißt: Es gibt nur Wut gegen arme Schweine, keiner wüte gegen die reichen Schweine. Drehbuchautor Ralf Husmann ("Stromberg") hat mit "Auge um Auge" seinen dritten "Tatort" fürs Dresdner Team geschrieben. Er will darin "Verunsicherung in die Versicherung bringen" – das gelingt ihm. Dabei macht er es sich ziemlich einfach. "Es geht auch darum, dass die Leute, die uns wirklich gefährlich werden, meist nicht die Tätowierten in Lederjacke sind, die uns abends auf der Straße entgegenkommen, sondern die im Anzug, die in Großraumbüros hinterm Computer sitzen", sagt er. Die Konzerne sind böse, die Kunden immer Opfer. So einfach ist es nicht.

"Tatort" Hannover: Da kommen doch keine Idioten

  So tief wie Charlotte Lindholm ist nur selten eine "Tatort"-Protagonistin gefallen. Ein "Tatort" über Gewalt gegen Frauen und den Umgang damit. Maria Furtwänglers Charlotte Lindholm wird im Prolog des Tatort: Der Fall Holdt (NDR-Redaktion: Christoph Pellander, Christian Granderath) einiges zugemutet. Sie trägt samtenen Fummel, unschicke Schuhe und tanzt hot mit neuem Gspusi (Adam Bousdoukos) in der Disko ab. Dann geht sie, weil die Schlange vorm Damenklo zu lang ist, raus auf den Parkplatz, um zu pinkeln zwischen zwei Autos (ein alter Urinierklassiker, selten zur besten Sendezeit zu bestaunen).

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Wie war's? Mittel. Das dreiköpfige Dresdner-Team ist einfach sympathisch, punktet mit Wortwitz, muss sich aber in diesem Fall der Moralkeule geschlagen geben. Schade.

Was gelernt? Chefs werden nur diejenigen, denen egal ist, was die anderen sagen. Kann man am Montag bei der Arbeit direkt mal überprüfen.

Wie geht es im Privatleben der Kommissarinnen weiter? Henni Sieland (Alwara Höfels) ist wieder mit ihrem Freund Ole zusammen und betreut in ihrer Freizeit eine Flüchtlingsfamilie. Laut ihrer Kollegin Karin Gorniak (Karin Hanczewski) macht sie das aber nur, um sich von ihrer unglücklichen Beziehung abzulenken. Am Ende macht sie Schluss. Ob ihr Kollege aber bei ihr landen kann, bleibt offen. Wenn ja, gibt es vielleicht noch mehr Gaga-Dialoge wie "Versprochen, Ingo" – "Bingo!"

Das gab's SO noch nie!: Einzigartiger Fall: Darum hatte der „Tatort“ keinen Mörder

  Das gab's SO noch nie!: Einzigartiger Fall: Darum hatte der „Tatort“ keinen Mörder Das gab's SO noch nie!: Einzigartiger Fall: Darum hatte der „Tatort“ keinen MörderDer 25. „Tatort“ mit Maria Furtwängler alias „Charlotte Lindholm“ endete, ohne dass der Täter gefunden wird, es gibt auch keine Verdächtigen mehr. Und: Das bleibt auch so – eine Fortsetzung des Falls soll es nicht geben. Das gab es so noch nie im Lieblingskrimi der Deutschen.

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Der schönste Spruch "Wenn etwas passiert, geht es uns alle etwas an. Deshalb sind wir keine Bullen, sondern Schweine – wir stecken unsere Nase in jeden Mist", sagt Kripo-Chef Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) auf die Frage des Hauptverdächtigen, was ihn das eigentlich alles angehe.

Der Faktencheck Die Mörderin Martina Scheuring (Henny Reents) fragt Kommissarin Sieland, wie häufig die Versicherung bei Policen zu Unfällen und Berufsunfähigkeit die Leistung verweigern. Sie sagt, in 60 Prozent der Fälle werde nicht gezahlt, und nur jeder Zwanzigste klage gegen die Ablehnung. Stimmt das? Schwierig zu sagen. Es gibt keine belastbaren Zahlen, zudem dürften sie von Versicherung zu Versicherung schwanken. Laut einem Experten bekommen geschätzt zwischen 25 und 35 Prozent der Menschen, die einen Antrag auf Berufsunfähigkeit-Leistung stellen, später keine Leistung. Mit ein Grund dafür ist, dass bei den meisten Fällen die Betroffenen irgendwann in langwierigen Prüfungsverfahren aufgeben.

"Das würde mir gefallen": Pepe träumt von Ronaldo-Wechsel nach Istanbul .
Sowohl in der portugiesischen Nationalmannschaft, als auch bei Real Madrid waren Verteidiger Pepe und Cristiano Ronaldo lange Zeit Mannschaftskollegen. Nun hofft der beinharte Abwehrmann auf ein gemeinsames Engagement bei dessen aktuellem Klub Besiktas Istanbul.  "Das würde mir gefallen", betonte Pepe bei einem Interview mit der Medienabteilung von Besiktas. "Er ist eine Person, gegenüber der ich den größten Respekt habe. Er ist ein Freund und ein sehr wichtiger Mensch für mich." Ronaldo betonte zuletzt, dass er seine Karriere nicht in Madrid beenden wolle. Ein Wechsel nach Istanbul scheint allerdings aktuell nicht wirklich realistisch.

Source: http://de.pressfrom.com/nachrichten/kultur-showbiz/-54246-auge-um-auge-nachlese-der-tatort-wird-zur-kapitalismuskritik/

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