Panorama ARD-Doku "Europas dreckige Ernte": Warum Sie kein Obst und Gemüse aus Spanien und Italien kaufen sollten

15:55  12 juli  2018
15:55  12 juli  2018 Quelle:   stern.de

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ARD - Doku " Europas dreckige Ernte ": Warum Sie kein Obst und Gemüse aus Wer unbedacht Obst und Gemüse im Supermarkt kauft , unterstützt katastrophale Arbeitsbedingungen im Ausland. Sehen Sie hier die ganze ARD - Dokumentation " Europas dreckige Ernte " in der Mediathek!

Der Titel: “ Europas dreckige Ernte ”. " Europas dreckige Ernte " in der ARD -Mediathek. So waschen Sie Obst und Gemüse richtig. Diese Gemüsesorten können giftig sein - das gilt es zu beachten.

Supermarkt: Wissen Sie eigentlich, woher Ihre Tomate kommt? © Getty Images Wissen Sie eigentlich, woher Ihre Tomate kommt?

Wer unbedacht Obst und Gemüse im Supermarkt kauft, unterstützt katastrophale Arbeitsbedingungen im Ausland. Wieso es enormes Gewicht hat, woher die Tomate kommt, die auf Ihrem Teller landet.

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Ein Meer aus Plastik: Ganze Landstriche verstecken sich unter weißen Planen, unter denen Gemüse und Obst angebaut wird. Rund um Almeria, im Süden Spaniens, kennt man kein anderes Bild. Gleich neben den Gewächshäusern aus noch viel älteren Plastikplanen wurden notdürftig Chabolas, also Slums, hergerichtet. Hütten aus Müll. In diesen Slums leben die Arbeiter der Gemüseplantagen, sie können sich keine Wohnung leisten, fließend Wasser gibt es hier auch nicht. Die ARD dokumentiert die katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Erntehelfer. Derjenigen, die Gemüse und Obst anbauen, das auch bei uns auf den Tellern landet.

Schock-Reportage: Warum wir kein Obst und Gemüse aus Spanien und Italien kaufen sollten

  Schock-Reportage: Warum wir kein Obst und Gemüse aus Spanien und Italien kaufen sollten Schock-Reportage: Warum wir kein Obst und Gemüse aus Spanien und Italien kaufen solltenTomaten, Gurken, Orangen – deutsche Supermarktregale sind das ganze Jahr über prall gefüllt mit frischem und günstigem Obst und Gemüse. Das kommt oft aus Südeuropa, aus Spanien oder Italien. Ware aus Spanien gilt als besonders günstig. Ein Kilo Orangen ist schon ab 99 Cents zu haben, eine Gurke ab 39 Cents. Die Lebensmittel werden in der Region Almeria angebaut. Wie kann so viel Obst und Gemüse aus einer einzigen Region kommen? Dieser Frage ist eine ARD-Dokumentation mit dem Titel „Europas dreckige Ernte“ nachgegangen.

Aus Spanien kommt die meiste Ware, auch Italien ist ein wichtiger Lieferant. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter Vorschau: Die Story im Ersten: Europas dreckige Ernte .

ARD - Doku | Der Irrsinn mit dem Billig- Obst im Supermarkt. Das Recherche-Team von „Die Story im Ersten“ (ARD, 22.35 Uhr) ging dieser Frage auf den Grund: Europas dreckige Ernte – das Leid hinter dem Geschäft mit Obst und Gemüse .

Wie die Dokumentation "Europas dreckige Ernte" aufdeckt, landet dieses Obst und Gemüse, das unter menschenunwürdigen Bedingungen angebaut wird, auch bei uns. Für spanische Genossenschaften wie Agroiris, unter der 400 Bauern zusammengeschlossen sind, ist Deutschland der wichtigste Markt in Europa. Sie beliefern Edeka, Rewe, Kaufland und Lidl. Dort sind die Auslagen mit Obst und Gemüse prall gefüllt, das ganze Jahr über. Ordentlich verpackt glänzen die Tomaten an den Rispen, die Nektarinen in den Körben und die Kartoffeln in den Säcken. Dem Verbraucher ist es meist egal, dass die Lebensmittel aus dem europäischen Ausland kommen, wie eine Umfrage der ARD zeigt.

Billige Ware: Zu welchem Preis? 

Auffällig ist, dass die Produkte aus Spanien besonders günstig sind. Vor allem aus der Region Almeria. Wie kann dort so viel und so billig produziert werden?

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Unsere Supermärkte sind voll mit günstigem Obst und Gemüse . Aus Spanien kommt die meiste Ware, auch Italien ist ein wichtiger Lieferant. Die ARD -Reporter Vanessa Lünenschloß und Jan Zimmermann begeben sich auf Spurensuche und verfolgen den Weg der Lebensmittel von den

Die Story im Ersten: Europas dreckige Ernte . Spanien exportiert die meiste Ware nach Deutschland . Auch Italien ist ein wichtiger Lieferant von Obst und Gemüse . Wie schaffen es die beiden Länder, so viel und so günstig zu produzieren?

Die ARD-Dokumentation zeigt, wie die Erntehelfer im Süden Spaniens Arbeit finden. Morgens versammeln sich die Arbeiter an der Straße, auf der Suche nach einem Tagelohn. Es ist ein sogenannter Arbeiterstrich. Hier bieten sich junge Männer für die Jobs in den Gewächshäusern an. Es sind alles Flüchtlinge. Viele kommen aus Afrika. Sie werden misshandelt, sie werden untertariflich bezahlt. Wehren können sich die Arbeiter nicht, viele von ihnen haben keine Papiere und sind illegal im Land. 

Aber wo fängt das Problem an? Die Bauern erhalten für ihre Ernten Dumpingpreise, für ein Vielfaches wird deren Ernte in den Supermärkten weiterverkauft. Vor allem die deutschen Supermarktketten seien die größten Preisdrücker, heißt es in der Dokumentation. Verantwortung für die Ausbeutung der Arbeiter will niemand übernehmen. Die Politiker und die Genossenschaften wollen nicht einmal von den prekären Arbeitsbedingungen in Spanien wissen. Die Bilder der armen Arbeiter existieren trotzdem.

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Die Dokumentation " Europas dreckige Ernte ", die im Rahmen " Der Story im Ersten" am späten Abend ausgestrahlt wird, zeigt, wie hoch der Preis für billiges Obst - und Gemüse ist. Mit Obst und Gemüse aus Spanien und Italien werden Milliardenbeträge umgesetzt.

Zur Suche in der ARD Mediathek. Sie kommen nach Spanien und Italien , weil sie auf gute Arbeit und ein besseres Leben hoffen. Europas dreckige Ernte - #2 Das Leid hinter unserem Obst und Gemüse .

Besser regional einkaufen 

Auch in Italien geht es den Arbeitern nicht besser. Die Anbaugebiete sind riesig, die Arbeits- und Lebensbedingungen auch hier grenzwertig. Sie haben Beschwerden von der Arbeit, die sie auf den Feldern verrichten müssen: Schäden an der Wirbelsäule, Bandscheibenvorfälle, aber auch psychische Probleme. Das liegt auch daran, wie sie leben. In illegalen Zeltstädten. Auch hier das gleiche Bild wie in Spanien. Plastikbaracke an Plastikbaracke. In Italien kommen noch mafiöse Strukturen hinzu. Beispielsweise verdient die italienische Mafia an Obstkisten und Verpackungen und zweigt EU-Subventionen über Strohmänner ab, wie die ARD herausgefunden hat.

Die Situation ist schwierig: Wer Obst und Gemüse hierzulande aus dem europäischen Ausland einkauft, kann sich nicht sicher sein, wie dieses produziert wurde. Auskünfte über Arbeitsbedingungen finden sich nicht auf dem Etikett der Tomaten in der Auslage. Wurden die etwa von Erntehelfern gepflückt, die auf den Arbeitsstrich gehen mussten? Von Arbeitern, die unter prekären Bedingungen in Slums leben? Möchte man dies umgehen, sollte man sein Gemüse und Obst regional einkaufen. Vom Bauern aus dem Umland. Den kann man im Zweifel auch besuchen, um sich die Bedingungen der Arbeiter anzusehen.

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Was jeder über Obst und Gemüse wissen sollte . Sie sind die Grundlage einer ausgewogenen Ernährung. Aber der Durchschnittsbürger verspeist gerade mal die Hälfte von dem, was Gesundheitsverbände empfehlen.12.

Sehen Sie hier die ganze ARD-Dokumentation "Europas dreckige Ernte" in der Mediathek!

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Source: http://de.pressfrom.com/nachrichten/panorama/-74284-ard-doku-europas-dreckige-ernte-warum-sie-kein-obst-und-gemuse-aus-spanien-und-italien-kaufen-sollten/

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