Sport Biathlon-Trainer Pichler kritisiert IOC: "Hat nichts mit Demokratie zu tun"

09:36  13 januar  2018
09:36  13 januar  2018 Quelle:   afp.com

Julian Nagelsmann: Pikante Voraussetzung für zehn Jahre Erfolg

  Julian Nagelsmann: Pikante Voraussetzung für zehn Jahre Erfolg Trainer Julian Nagelsmann kann sich durchaus vorstellen, bei einem Verein über ein Jahrzehnt erfolgreich zu arbeiten - die Voraussetzung dafür aber hat es in sich. "Wenn du als Verein in der Lage bist, dir alle drei Jahre eine neue Mannschaft zu leisten", sagte Nagelsmann der Heilbronner Stimme (Montagsausgabe), "dann kann ein Trainer auch zehn Jahre in einem Klub Erfolg haben. Irgendwann geht ansonsten die Originalität deiner Ansprachen verloren, man nutzt sich ab.

Mit 93 Prozent Sicherheit wäre es zumindest deutlich sicherer als ein Kondom, bei dem es laut Pearl-Index auch bei ordnungsgemäßer Anwendung unter 100 Frauen im Durchschnitt zwei bis zwölf davon dennoch schwanger werden können. Biathlon - Trainer Pichler kritisiert IOC : " Hat nichts mit

Biathlon - Trainer Pichler darf nicht zu Olympia. Doch in Südkorea wird Wolfgang Pichler wohl fehlen. Das IOC verweigert ihm eine Akkreditierung. Grund: Arbeit mit Russinnen Wiluchina, Saizewa und Romanowa.

Pichler äußerte erneut deutliche Kritik am IOC © Bereitgestellt von AFP Pichler äußerte erneut deutliche Kritik am IOC

Der deutsche Biathlon-Trainer Wolfgang Pichler hat nach seinem Ausschluss für die Olympischen Spiele in Pyeongchang erneut deutliche Kritik am Internationalen Olympischen Komitee (IOC) geäußert. "Ich habe keine Chance, mich vor dem IOC zu verteidigen. Ich erwarte, dass man mich anhört. Das hat mit Demokratie nichts zu tun", sagte der 62-Jährige, derzeit Trainer der schwedischen Nationalmannschaft, am Rande des Weltcups in Ruhpolding.

Dass seine Sperre vor den Winterspielen in Südkorea (9. bis 25. Februar) doch noch aufgehoben wird, glaubt Pichler nicht. "Ich kämpfe um meinen Namen, aber das ist kompliziert. Die Lage für mich schaut schlecht aus. Ich sehe mich nicht in Pyeongchang", sagte er am Freitag. Es sei "hart, für etwas gesperrt zu werden, wofür man nichts kann. Ich habe nichts gewusst und nichts getan."

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Ricco Groß, Biathlon - Trainer der russischen Männermannschaft, hat den Umgang des Internationalen Olympischen Komitees IOC mit seinen Athleten scharf kritisiert und für die schwachen Leistungen in dieser Saison mitverantwortlich gemacht.

Russland-Vergangenheit machte ProblemeBiathlon- Trainer Pichler darf doch zu Olympia. Das IOC sprach Anfang Dezember Sanktionen aus: Russische Sportler dürfen in Südkorea nur als " Olympic Athletes from Russsia" und unter neutraler Flagge antreten.

Grund für den Olympia-Bann des Ruhpoldingers ist seine frühere Tätigkeit von 2011 bis 2014 als Trainer der vom IOC lebenslang gesperrten Russinnen Olga Saizewa, Olga Wiluchina und Jana Romanowa. Es gebe aber "keinen Beweis, dass Sportler in meiner Amtszeit gedopt waren", sagte Pichler.

Diesbezüglich griff er auch Whistleblower Grigorij Rodtschenkow an, Kronzeuge im russischen Staatsdopingskandal: "Er behauptet, dass ich vom Dopingsystem gewusst haben muss. Das ist Rufmord. Ich möchte wissen, wie er das beweisen kann. Ich möchte Fakten haben."

Dass Russland halbwegs glimpflich davon gekommen ist, Sportler und Trainer aber zum Teil hart bestraft wurden, sieht Pichler als Teil eines Deals zwischen dem IOC und dem russischen Staat. Das hätten wohl Russlands Präsident Wladimir Putin und IOC-Präsident Thomas Bach "ausgehandelt", sagte er.

Die zweimalige Olympiasiegerin Saizewa und ihre beiden Staffel-Kolleginnen hatten 2014 bei den Spielen in Sotschi Silber geholt. Die Oswald-Kommission des IOC sperrte sie und mehr als 30 weitere russische Olympia-Teilnehmer von 2014 im Zuge des Manipulations- und Dopingskandals um Gastgeber Russland.

Während Olympia erwartet Pichler trotz seiner Sperre keine Probleme für das schwedische Team: "Das wird sich nicht auswirken. Wir werden genauso weiterarbeiten. Ich werde über Skype den Laden weiter schmeißen."

Offiziell: Bernd Hollerbach wird Gisdol-Nachfolger beim Hamburger SV .
Der Hamburger SV hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und Markus Gisdol entlassen. Nachfolger wird ein alter Bekannter.Zuletzt trainierte Hollerbach die Würzburger Kickers, mit denen er 2016 in die 2. Liga aufstieg. Nach dem direkten Abstieg trat der ehemalige Linksverteidiger bei seinem Heimatverein zurück - auf seinem Auto prangt aber immer noch ein Aufkleber der Kickers. Gisdol war am Sonntag nach dem 0:2 gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln am Samstagabend freigestellt worden.

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