Sport Halbzeit-Elfer in Mainz: Das sagt Winkmann

11:05  17 april  2018
11:05  17 april  2018 Quelle:   kicker

Abstieg rückt näher: Köln verpasst Sieg im Kellerduell gegen Mainz

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Brosinski beschwerte sich kurz, da er ein Handspiel von Kempf gesehen hatte, doch Schiedsrichter Guido Winkmann ließ weiterspielen und pfiff Sekunden später zur Halbzeit . Was sagt der DFB zu den Geschehnissen in Mainz ?

Die Entscheidung von Schiedsrichter Guido Winkmann war kurios. War sie auch korrekt? Auf den ersten Anschein schon, doch ein Zweifel bleibt. vor 3 Stunden. Halbzeit - Elfer in Mainz : Das sagt Winkmann .

Er stand in Mainz im Rampenlicht: Schiedsrichter Guido Winkmann. © imago Er stand in Mainz im Rampenlicht: Schiedsrichter Guido Winkmann.

In Mainz kam es beim Kellerduell zwischen dem FSV und Freiburg zu einer kuriosen Strafstoßentscheidung von Schiedsrichter Guido Winkmann. Kurz nach Mitternacht äußerte sich der 44-Jährige offen und freundlich gegenüber einigen noch wartenden Journalisten zum Handelfmeter.

Herr Winkmann, wie ist es zur Elfmeter-Entscheidung gekommen?

In der Situation selbst habe ich keine Wahrnehmung gehabt, dass es ein Handspiel gewesen sein könnte. Aus Köln kam dann der Hinweis, dass ich die Szene in jedem Fall selbst überprüfen muss, weil ein strafbares Handspiel vorgelegen habe. Weil ich schon abgepfiffen hatte, habe ich kurz den Hinweis gegeben, dass die Spieler bitte warten müssen. Ich bin dann zur Kontrolle rausgelaufen und habe mir die Szene nochmal angeschaut. Ich habe den weit abgespreizten Arm des Abwehrspielers gesehen, und der Ball geht unzweifelhaft an die Hand. Das ist ein strafbares Handspiel, das uns leider im Spiel verborgen geblieben war, aber durch den Videoschiedsrichter, beziehungsweise mich, dann festgestellt worden ist.

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Der Unparteiische für die Partie in Mainz steht fest. Der DFB schickt Guido Winkmann aus Kerken zu dem Kick. Nach über drei Jahren Pause leitet Winkmann damit wieder eine HSV-Begegnung, die letzte fiel extrem bitter aus – es war das 2:9 in München im März 2013.

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Die Freiburger Spieler befanden sich zum Großteil aber schon in der Kabine. Haben die ihren Pfiff nicht wahrgenommen?

Es ist erst mal so, dass ein Halbzeitpfiff nur das Spiel unterbricht. Wäre es nach dem Schlusspfiff passiert, hätten wir gar keine Eingriffsmöglichkeit gehabt. Das ist von der Regeltechnik schon einmal eine ganz wesentliche Geschichte. Ich habe den Freiburger Spielern, von denen noch drei oder vier auf dem Platz waren, schon kommuniziert, dass Sie bitte warten mögen, weil jetzt gleich ein Check kommt. Aber natürlich ist es auch so, dass, wenn man eventuell von einer Entscheidung betroffen ist, die Leute erst mal weitergehen.

Wie ging es weiter?

Das Spiel war nur unterbrochen. Ich habe dann die Anweisung gegeben, dass es weitergeht mit Strafstoß. Der ist dann ausgeführt worden. Natürlich ist das ungewöhnlich, das hat es wohl noch nie gegeben. Es passiert immer mal etwas Neues. Einmal geht die Latte kaputt, beim nächsten Mal passiert dieses und jenes. Das ist Fußball. Wenn ich der betroffene Verein bin, wäre ich natürlich auch nicht davon begeistert. Aber es gibt in der heutigen Zeit eben den Videoschiedsrichter, der auch diesmal wieder zu Gerechtigkeit geführt hat, weil ich im Spiel keine Chance hatte, dieses Handspiel zu erkennen.

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  Dank Videoschiedsrichter-Kuriosum und Schwolow-Blackout: Mainz 05 lässt den SC Freiburg hinter sich Dank Videoschiedsrichter-Kuriosum und Schwolow-Blackout: Mainz 05 lässt den SC Freiburg hinter sich Dank der kuriosesten Videobeweisentscheidung der Saison und einem eklatanten Torwartfehler hat der FSV Mainz 05 den Abstiegskrimi gegen den SC Freiburg gewonnen. Das Mainzer 2:0 (1:0) im letzten Montagsspiel der Bundesliga-Saison bringt zudem den Hamburger SV und den 1. FC Köln ganz nah an den Abgrund zur 2. Liga. Der Rückstand des HSV auf Freiburg auf dem Relegationsplatz beträgt acht Punkte. Köln ist bei noch vier ausstehenden Spielen sogar neun Zähler zurück.

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Hätte es einen Nachschuss geben können?

Ich habe die Spieler darauf hingewiesen, dass die Spielzeit abgelaufen ist und ich keinen Nachschuss zugelassen hätte. Das ist regeltechnisch auch so vorgesehen, wenn man es den Spielern vorher kommuniziert.

Warum mussten die anderen Spieler dann am Strafraum stehen?

Die Spieler müssen auf dem Feld sein. Mit einem Augenzwinkern gesagt, hätten sie theoretisch auch an der Mittellinie stehen können.

War es Ihnen direkt klar, dass sie nach dem Halbzeitpfiff noch eingreifen konnten, aber nicht mehr nach einem Schlusspfiff?

Bei den Lehrgängen des DFB sprechen wir über solche Situationen. In der Offline-Phase hat es so eine Situation gegeben, da hätten wir nach dem Schlusspfiff nicht mehr eingreifen können. Die Halbzeitpause unterbricht eben nur das Spiel und man kann danach noch spieltechnische Strafen aussprechen. Nach dem Spiel gibt es heute nur die Möglichkeit zu einer Roten Karte. Das war früher auch anders, da hatten die Machtbefugnisse des Schiedsrichters mit dem Schlusspfiff geendet. Das sind eben die Regeln. Ich bin jetzt seit 1989 Schiedsrichter, was sich seitdem im Regelwerk getan hat, ist schon phänomenal.

Wie lange dauerte es zwischen der Handspiel-Szene, Ihrem Halbzeitpfiff und dem Hinweis von Videoassistentin Steinhaus?

Ich habe diese Zeit logischerweise nicht gemessen. Man steckt als Schiedsrichter in so einem Spiel - in Anführungszeichen - mit so viel Theater. Es gab viele Proteste, jeder hat mitbekommen, dass es irrsinnig laut war über 90 Minuten. Wichtig für uns am Ende ist die richtige Entscheidung. Jeder hat gesehen: Die ist getroffen worden!

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Source: http://de.pressfrom.com/nachrichten/sport/-65333-halbzeit-elfer-in-mainz-das-sagt-winkmann/

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