Welt & Politik Südkorea: Der Fluch des Präsidentenamts

13:25  20 märz  2017
13:25  20 märz  2017 Quelle:   dw.com

Südkorea: Der Fluch des Präsidentenamts

  Südkorea: Der Fluch des Präsidentenamts Elf Präsidenten hatte Südkorea seit Ende 1948. Eine Amtszeit ohne Zwischenfälle? Die große Ausnahme. Stattdessen dramatische Schicksale: Korruption, Gefängnis, Mord, Selbstmord, Putsch und Amtsenthebung. © picture-alliance/dpa/E. Jones Südkorea: Der Fluch des Präsidentenamts Als Park Geun Hye 2013 ins Blaue Haus, den Präsidentenpalast, einzog, galt sie vielen als Hoffnungsträgerin für Südkorea. Vier Jahre später schlägt ihr der Hass der Bevölkerung entgegen. Nach monatelangen Massenprotesten musste sie den Präsidentensitz räumen.

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Elf Präsidenten hatte Südkorea seit Ende 1948. Eine Amtszeit ohne Zwischenfälle? Die große Ausnahme. Stattdessen dramatische Schicksale: Korruption, Gefängnis, Mord, Selbstmord, Putsch und Amtsenthebung.

Südkorea: Der Fluch des Präsidentenamts © picture-alliance/dpa/E. Jones Südkorea: Der Fluch des Präsidentenamts

Als Park Geun Hye 2013 ins Blaue Haus, den Präsidentenpalast, einzog, galt sie vielen als Hoffnungsträgerin für Südkorea. Vier Jahre später schlägt ihr der Hass der Bevölkerung entgegen. Nach monatelangen Massenprotesten musste sie den Präsidentensitz räumen. Park hatte einer engen Freundin vertrauliche Regierungsdokumente zugänglich gemacht, obwohl diese kein politisches Amt bekleidete. Die Vertraute soll mit Parks Rückendeckung Unternehmen erpresst haben. Im März schließlich entschied das Verfassungsgericht, Park ihres Amtes zu entheben. So etwas hat es in der südkoreanischen Geschichte noch nie gegeben.

Tillerson besucht US-Truppen in Südkorea

  Tillerson besucht US-Truppen in Südkorea Im Zuge seiner Bemühungen um eine Eindämmung des nordkoreanischen Atomprogramms ist US-Außenminister Rex Tillerson von Japan nach Südkorea weitergereist. Tillerson besuchte am Freitag zunächst den US-Militärstützpunkt Osan, bevor er sich per Hubschrauber in die entmilitarisierte Zone zwischen Südkorea und Nordkorea bringen ließ. Dort traf er den Kommandeur der in Südkorea stationierten 28.000 US-Soldaten. Später wollte Tillerson den amtierenden südkoreanischen Staatschef Hwang Kyo Ahn treffen. Tillerson hatte am Donnerstag bei seinem Besuch in Tokio die bisherige Nordkorea-Politik für gescheitert erklärt.

<< Verantwortlicher im Sinne des Medienrechts: Joachim Stein, Stralsunder Str. 69 13355 Berlin, Kontakt: berlin_at_pechakucha_de. http://berlin.pechakucha.de / berlin@pechakucha.de. Carolyn Sittig Die Charité: Der Fluch der Massenabfertigung.

Jahr: 2003. Land: Südkorea . Genre: Drama, Thriller, Filmtipps, Psychothriller, Independent.

Dabei sind turbulente Amtszeiten in dem ostasiatischen Land eher die Regel als die Ausnahme. Und zwar sowohl zu Zeiten der Diktatur als auch nach der demokratischen Wende 1987. Korruption und Machtkämpfe bis in die höchsten Ämter prägen die südkoreanische Politik seit Jahrzehnten. Gekämpft wird mit allen Mitteln.

"Übervater" der Nation

Erster Präsident des gerade unabhängig gewordenen Landes wurde 1948 Rhee Syng Man. Der von den USA unterstützte antikommunistische Hardliner wurde 1960 nach pro-demokratischen Studentenprotesten entmachtet und floh mit Unterstützung des US-amerikanischen Geheimdienstes CIA nach Hawaii. Sein glückloser Nachfolger wurde bereits nach 18 Monaten aus dem Amt geputscht.

Südkorea weiter mit Coach Stielike

  Südkorea weiter mit Coach Stielike Uli Stielike bleibt trotz der unerwarteten 0:1-Pleite seiner Südkoreaner in China im Amt.Südkoreanische Medien hatten nach der erst zweiten Pleite im 32. Spiel über eine Ablösung des 62-Jährigen spekuliert. Verbandspräsident Chung Mong-Gyu aber stärkte dem deutschen Coach den Rücken: "Wir haben kein so schlechtes Match gespielt, und die Chancen auf das Weiterkommen sind weiterhin intakt.

Angesichts von Korruptionsvorwürfen hat Südkoreas Ministerpräsident Lee Wan Koo seinen Rücktritt angeboten. Lee habe Präsidentin Park Geun Hye, die Südamerika besucht, von seiner Absicht informiert, teilte eine Sprecherin des Präsidentenamts in Seoul mit.

Das Korrespondentennetz der ARD ist eines der größten Welt. 45 Fernsehkorrespondenten sind ständig vor Ort in den 30 Auslandstudios der ARD. Einmal in der Woche berichten sie für den "Weltspiegel" – aktuell und hintergründig. Indonesien: Der Fluch der Schatzinsel.

Es folgte die Ära des "Übervaters" Park Chung Hee. Kein anderer regierte Südkorea so lang wie der Vater der jetzt gestürzten Präsidentin. Unter ihm erlebte das kriegsgebeutelte Land einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwungs. Gleichzeitig führte er es mit eiserner Hand. Kritiker sprechen von einem extrem autoritären Führungsstil. 1979 wurde Park von seinem Geheimdienstchef ermordet.

Asienkrise und Sonnenscheinpolitik

Bis zum demokratischen Wandel Südkoreas 1987 folgten drei weitere glücklose Präsidenten: Der erste wurde aus dem Amt geputscht, die anderen wurden wegen ihrer Beteiligung daran zu langen Gefängnisstrafen beziehungsweise zum Tode verurteilt. 1997 wurden beide begnadigt.

1993 übernahm mit Kim Young Sam der erste Zivilist das oberste Staatsamt. Er setzte sich gegen Korruption ein. Pikant: Sein eigener Sohn wurde wegen Bestechung und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verurteilt. Heute verbindet man mit dem Namen Kim Young Nam vor allem die Asienkrise. In seiner Amtszeit stand Südkorea Mitte der 90er Jahre kurz vor dem Staatsbankrott.

Südkorea: Präsidentenwahl im Mai

  Südkorea: Präsidentenwahl im Mai Der Korruptionsskandal um die inzwischen entmachtete Präsidentin Park hat Südkorea aufgewühlt. Zehntausende gingen gegen, aber auch für sie auf die Straße. Nun soll am 9. Mai ein neues Staatsoberhaupt gewählt werden. © Reuters/Yonhap/S. Myeong-gon Südkoreas Ex-Präsidentin Park: Ein Abschiedsgruß nach der Amtsenthebung Die Amtsenthebung von Park Geun Hye durch das Verfassungsgericht macht es erforderlich, dass innerhalb von 60 Tagen die Neuwahl stattfindet. Ursprünglich war die Wahl für Dezember vorgesehen.

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1997 begann die Ära Kim Dae Jung. Er ging als Begründer der sogenannten Sonnenscheinpolitik gegenüber Nordkorea in die Geschichte ein, dafür bekam er den Friedensnobelpreis. Zuvor verbrachte er als Oppositionspolitiker viele Jahre im Gefängnis und unter Hausarrest.

Demokratie im Zeichen der Korruption

Die beiden direkten Vorgänger der jetzt gestürzten Präsidentin Park waren direkt oder indirekt in Korruptionsskandale verwickelt. Roh Moo Hyun wurde zur tragischen Figur. Gegen ihn wurde ermittelt, weil er als Präsident mehr als vier Millionen Euro von einem Geschäftsmann angenommen haben soll. Kurz nach dem Ende seiner Amtszeit nahm er sich 2009 das Leben.

Der vorletzte Staatschef Lee Myung Bak schließlich sah sich gezwungen, öffentlich um Entschuldigung zu bitten, nachdem seinem Bruder und politischen Verbündeten Korruption im großen Stil nachgewiesen wurde. Mehr als eine peinliche Fußnote für Lee, immerhin hatte er seine Regierung in der Vergangenheit als "moralisch perfekt" bezeichnet.

Als sich Park Geun Hye nach ihrer Amtseinführung zum ersten Mal öffentlich an ihre Landsleute wandte, hatte sie ebenfalls ambitionierte Ziele. Das Motto ihrer Antrittsrede lautete: "Eine neue Ära der Hoffnung". Wie bei fast allen Vorgängern ist es am Ende anders gekommen.

Autor: Esther Felden, Rodion Ebbighausen

Oranje: Bondscoach Blind steht auf der Kippe .
Bondscoach Danny Blind steht bei der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft einmal mehr heftig in der Kritik. Mit einer unerwarteten 0:2 (0:2)-Niederlage in der WM-Qualifikation in Bulgarien und einer höchst umstrittenen Aufstellung hat der Cheftrainer die gesamte Fußball-Nation gegen sich aufgebracht, der Job des 55-Jährigen steht auf der Kippe. Bereits am Sonntag wollte die Verbandsspitze des WM-Dritten die prekäre Lage erörtern. Zuletzt hatten sich die Niederlande 2002 nicht für die WM-Endrunde in Südkorea und Japan qualifizieren können.

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